Citation

Melanie Andresen, Benjamin Krautter, Janis Pagel, Nils Reiter. Nathan nicht ihr Vater? – Wissensvermittlungen im Drama annotieren. In Book of Abstracts of DHd, pp. 186-190, Potsdam, Germany, March 2022. Doi: 10.5281/zenodo.6327913.

BibTeX

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RIS

TY - CPAPER
TI - Nathan nicht ihr Vater? – Wissensvermittlungen im Drama annotieren
AU - Melanie Andresen
AU - Benjamin Krautter
AU - Janis Pagel
AU - Nils Reiter
PY - 2022
J2 - Book of Abstracts of DHd
DO - 10.5281/zenodo.6327913
CY - Potsdam, Germany
SP - 186
EP - 190
ER -

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Abstract

Die quantitative Dramenanalyse hat sich lange Zeit auf formale Merkmale der Textoberfläche konzentriert. Das Projekt Q:TRACK widmet sich einer stärker inhaltlich fokussierten Erschließung von Dramen, genauer Prozessen der Vermittlung von Wissen über Familienrelationen der Figuren. Das (fehlende) Wissen über Verwandtschaftsverhältnisse ist für zahlreiche deutschsprachige Dramen des 18. und 19. Jahrhunderts entscheidendes Element der Handlung, sodass sich eine systematische Untersuchung aufdrängt. In diesem Beitrag gehen wir zunächst auf die Bedeutung von Wissen und Wissensvermittlungen für die Handlung wie auch die Wirkung von Dramen ein. Anschließend beschreiben wir, wie solche Prozesse der Wissensvermittlung in Annotationen erfasst und modelliert werden können. Am Beispiel von Gotthold Ephraim Lessings hochkanonischem Drama Nathan der Weise (1779) zeigen wir, wie sich die Analyse eines Dramas auf diese Annotationen aufbauen lässt. Im Fazit blicken wir auf Perspektiven für die Automatisierung und die quantitative Analyse größerer Dramenbestände.